Die Lage im Kopf von Hans-Peter Klöber

Liebe Leser.

Vor einigen Wochen habe ich Hans-Peter Klöber auf einer Fachtagung des Vereins „Interregionale Freunde der deutschen Grützwurst e.V.“ kennengelernt. In Zusammenarbeit mit mir wird er von nun an in unregelmäßigen Abständen auf meinem Blog seine Gedanken, Rezeptvorschläge und tiefschürfenden Einsichten publizieren. Ich freue mich mit ihm einen tatkräftigen Mitstreiter für dieses Internetprojekt gefunden zu haben.

[Anm. von ataiTEA: Hier ein Bild von Herrn Klöber im Portugalurlaub, 
lässig an die Säule der Catedral Sé Patriarcal gelehnt]

Alternativlose Eintöpfe mit Assam Tee

Heute Mittag gab es Graupensuppe, das ist ein klassisches Eintopfgericht, das am nächsten Tag aufgewärmt nochmal so gut schmeckt. Über Graupensuppe fange ich immer leicht an zu philosophieren. Deswegen trinke ich zu einer guten, selbstgemachten Graupensuppe auch meist einen kräftig malzigen Assam Tee. Der Tee harmoniert auf der Zunge immer sehr gut mit dem kräftigen Bauchspeck in der Graupensuppe und neutralisiert auf etwas brachiale Weise das sich penetrant aufdrängende zwieblige Aroma das eine Graupensuppe wegen der zwei großen Zwiebeln und der ganzen Stange Lauch so von Hause aus mit sich bringt. Tee ist generell ein guter Begleiter zu Speisen. Nicht so amourös aufdringlich wie Wein, nicht so derbe dreist wie Bier aber auch nicht so langweilig und geschmacklos wie Wasser. Ein kräftiger Assam hat, wenn man seine natürliche Ziehzeit von ca. 3 Minuten leicht auf ca. 8-10 Minuten steigert, beispielsweise die gleichen hoch geschätzten Eigenschaften wie Kaffee. Er wird bräunlich dunkel, bildet einen leichten Film an der Oberfläche der entfernt an auslaufendes Rohöl erinnert und erhält einen charakteristisch bitteren Geschmack der praktisch nur mit Milch und Zucker zu ertragen ist. Außerdem hilft Tee beim philosophieren, denn er dampft und alles was dampft, hilft dem Menschen beim philosophieren. Vermutlich spiegelt der Dampf perfekt das menschliche Denken wieder, so formlos, nicht greifbar und blass wie er nun einmal ist dieser Dampf. Das man Assam Tees am besten auch mit kochendem Wasser aufgießt unterstützt das Gedampfe natürlich sehr. Viele Grüntees halten ja nichts mehr aus heutzutage und werden sofort bitter böse wenn man sie mal mit kochendem Wasser in Kontakt bringt. Der Assam ist da einfach gradliniger, der bittert sofort los und das gehört bei ihm auch zum guten Ton.

Ich sitze jedenfalls gerne mit einem tiefen Teller Graupensuppe und einer Tasse Assam am Küchenfenster und denke über die Welt nach und über mich und darüber, wie diese zwei scheinbar völlig gegensätzlichen Dinge vielleicht doch zusammenpassen könnten. Allerdings muss ich zugeben, ich mache das jetzt schon eine sehr lange Zeit, fast zwei Wochen lang und so etwas richtig produktives ist dabei noch nicht heraus gekommen. Ich habe mir schon überlegt ob es an dem Stift liegen könnte den ich benutze. Es ist ein Kugelschreiber den ich einmal beim Tag der offenen Tür in einer Psychiatrischen Klinik geschenkt bekommen habe. So ein Blauer, mit dem Namen der Klinik und einem Logo in weißer Schrift. Ich glaube das ist ein Problem. Ich glaube mit industriell gefertigten Gratiskugelschreibern bringt man es nicht weit als ernstzunehmender freischaffender Schriftsteller, da hilft auch keine Graupensuppe und kein Tee. Meine Mutter sagt immer, man muss für Qualität auch einen höheren Preis bezahlen. Vielleicht sollte ich also für die Qualität meiner schriftlichen Beiträge auch einen höheren Betrag investieren. Höher als gratis, das kann ja eigentlich nicht allzu teuer werden. Und von den großen Schriftstellern unserer Zeit schreibt bestimmt keiner mit einem Gratiskugelschreiber. Während ich also träumerisch an einem Lorbeerblatt lutsche das ich eben aus der Graupensuppe gefischt habe mache ich mir eine kurze Notiz: „Teuren Kugelschreiber kaufen. ca. 2,50€“. Das empfinde ich persönlich als durchaus vertretbare Investition für einen Einsteiger in die Weltliteratur wie mich.

Nochmal zurück zur Graupensuppe. Das ist ein weithin unterschätztes Rezept und immer wenn ich über Graupensuppe philosophiere erkenne ich mich auch als Mensch in ihr wieder. Sie ist ein bisschen so etwas wie ein Spiegel meiner Persönlichkeit. Schließlich bin ich ein weithin unterschätztes schriftstellerisches Talent. Außerdem heißt die Graupensuppe Graupensuppe obwohl sie ja eigentlich ein Eintopf ist. Letztendlich ist die Graupensuppe also ein in sich zutiefst verunsichertes Gericht und nicht in der Lage sich innerhalb der Bevölkerung klar zu positionieren. Da geht es ihr also irgendwie auch wie mir. Und wie den beiden großen Volksparteien in Deutschland. Zu guter Letzt hat die Graupensuppe einen Namen den man nicht unmittelbar mit Genuss oder kulinarischer Lebensfreude in Verbindung bringen würde. Und frisch im Teller angerichtet erinnert sie stark an Erbrochenes. Es gibt Menschen die mir Ähnliches auch schon nachgesagt haben. Ich persönlich stehe aber zur Graupensuppe, für mich gibt es keine befriedigende Eintopfalternative mit soviel persönlichem Wiedererkennungswert.

Anmerkungen:

Ein tolles Rezept für einen wunderbaren Graupensuppeneintopf bekommen Sie hier:

Zutaten:

– 200 Gramm Graupen

1 Stange Lauch

1/4 Knollensellerie

– 2 Möhren

– 1 Kartoffel

– 2 Zwiebeln

– 1 Knoblauchzehe

– 100 Gramm Bauchfleisch

– 1 Lorbeerblatt

– 2 Liter Rinderbrühe

– 1 Bund glatte Petersilie

Salz, Pfeffer und Öl

So, wenn sie das jetzt alles so eingekauft haben denn machen síe folgendes:

– Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffel und Sellerie waschen, schälen und in Würfel schneiden. Möhren und Lauch auch waschen, aber in Scheiben schneiden, also nicht in Würfel, wissen sie.

– Den Bauchspeck in feine Streifen schneiden, den Knorpel raus falls da welcher ist und dann Öl in einer Pfanne heiß machen. Ich nehm gerne Rapsöl, aber das ist nicht so entscheidend glaube ich. Ich find nur Rapsfelder immer so schön und deswegen nehme ich Rapsöl. Man kocht ja auch im Kopf wissen sie.

– Den geschnittenen Bauchspeck im Öl anbraten, Zwiebeln und Knoblauch dazu und glasig werden lassen. Also die Zwiebeln, nicht den Bauchspeck. Dann das ganze Gemüse mit rein, kurz andünsten lassen und dann großzügig mit den 2 Litern Rinderbrühe ablöschen. Die Graupen mit rein, das Lorbeerblatt auch. Zwischendurch kann der eigene Durst auch schon mal mit einem Tässchen Tee gelöscht werden, aber dazu gleich mehr.

– Alles einmal gehörig aufkochen, dann die Hitze runterstellen und gemütlich eine Stunde bei geschlossenem Deckel vor sich hin köcheln lassen.

– Am Ende beim anrichten das Salz und reichlich Pfeffer drauf und mit reichlich geschnibbelter Petersilie garnieren damit das ganze nicht aussieht wie Moppelkotze.

Der Tee:

Einen guten Assam Schwarztee bekommen Sie sicherlich bei einem gut sortierten Teefachhändler ihres Vertrauens.

Grundmerkmale eines Schwarztees sind ein dunkles offenes Blatt oder kleine dunkle Kügelchen die früher einmal Blätter waren und eine dunkle, braune, zum Teil rötliche Tassenfarbe. Damit ist die Farbe des Tees in der Tasse gemeint, nicht die Tasse selber.

Einen tollen Assam Schwarztee in BIO-Qualität gibt es zum Beispiel von PureTea:

Guten Hunger und vielleicht regt Sie dieses Gericht ja ebenfalls ein wenig zum philosophieren an.

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Gastbeiträge

„Als Teefreund kennt man die Ziehzeit.“ Ein wundervoller Satz, denn er ist enorm kryptisch. Der gemeine Teefreund ist ja jedem bekannt, aber es gibt da eben noch diese Gruppe auf dem großen sozialen Netzwerk Facebook die sich ebenso nennt. Und die Ziehzeit, ja natürlich, die zumeist 1 bis 3 Minuten die zwischen ihnen und dem grenzenlosen Teegenuß stehen. Aber da ist ja auch noch das Magazin und der Blog „Ziehzeit“, von Bert Boege geleitet und regelmäßig gefüttert mit spannenden Infos und Geschichten zum Tee.

„Als Teefreund kennt man die Ziehzeit.“, jaja. Und es hat auch einen Grund warum ich darauf gerade jetzt so penetrant rumreite.

Herr Bert Boege hat mit mir zusammen auf seinem Blog Ziehzeit nämlich einen Artikel veröffentlich. Der Text stammt von mir, die Illustrierung und Lektorierung aus den erfahrenen Händen von Bert Boege. Der Artikel ist Teil einer Serie mit dem griffigen Titel „Mein Lieblingstee“ und stellt Teetrinker und Teefreunde vor die schwere, fast schon unerhörte Wahl sich einen ganz besonderen Favoriten unter den zahlreichen Tees aussuchen zu müssen. Da dieser Vorgang beim gemeinen Teeliebhaber meist schon zu schweren Verklemmungen führt wird diese Serie sicherlich eine ganz lustige Sache.

Bert Boeges Blog bietet aber auch neben der neuen Serie viele Möglichkeiten zur teeorientierten Unterhaltung. Ganz besonders kann ich ihnen die Bloglabels „Ziehzeit surft…“ und „Über den Tellerrand“ ans Herz legen. Außerdem lohnt sich ein Blick ins Label „Events“, denn Bert Boege veranstaltet Tee Events und kennt sich mit der Materie aus.

Jetzt fehlt ihnen ja quasi nur noch der Link, richtig?


teeSchnack aus der teeKüche – September

…heute mit 98% weniger Tee und 70% weniger Witz.

 

Liebe Teefreunde,

Es lebt! Der Blog, der Autor, der Tee sowieso. Nach viel zu viel vergangener Zeit ist es mir mehr als ein Bedürfnis wieder aktiv zu werden. Der Herbst ist ja zumindest meteorologisch heute eingekehrt und löst den deutschen Sommer ab der dieses Jahr etwas unterkühlt daher kam. Das heißt für die meisten Händler jetzt aber auch wieder, mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Arbeit. Für mich heißt es vor allem wieder, mehr teeGeschichten, mehr teeProben und ein erneutes eintauchen in eine Welt der Gerüche, der Farben, des Geschmacks und der speziellen Menschen die sich jeden Tag für diese Welt begeistern, einsetzen und in ihr leben. Eine Welt die ich viel zu lange nicht besucht habe.

Zuerst aber einmal die Frage klären, wieso ist er überhaupt so lange weg gewesen, dieser Schuft?

Niemand tut sich einen Gefallen wenn er stehen bleibt

Die einzige Antwort darauf lautet vielleicht: „Die Liebe zum Tee ist eine Liebe zum Genuß und zur Vielfalt. Eine solche Liebe ist leider nicht monogam. Sie ist vielschichtig. aufregend, einnehmend und zum Teil ruinierend. Ein Ruin und ein Segen für die Kreativität zugleich denn sie bietet immer zuviel von allem.“

Von einem Blog über Tee allein wird man nicht satt. Es muss mehr sein, es muss weiter über den Tellerrand gehen. In meinem Kopf war dieser Blog gedacht als plakative Siegessäule die sich dem Genuss widmet. Und ich habe versagt. Es war zu wenig. Es ist immer zu wenig. Wer ein paar Dinge über Tee weiß, der gelangt irgendwann an einen Punkt an dem er sich, bei allem Wissensdurst und aller Leidenschaft, eingestehen muss, dass er niemals alles entdecken wird. An diesem Punkt endete mein Blog.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben endete er natürlich auch aufgrund meiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger, die ich nach drei Jahren ja nun irgendwie beenden musste. Glücklicherweise ist mir dies dann im Juni auch gelungen. Und dies gar nicht mal so schlecht mit einer 1 vor dem Komma. Aber genug der Selbstbeweihräucherung. Was mache ich jetzt mit diesem verdammten Blog?

Ich könnte ihn löschen. Das wäre doch mal konsequent. Ein letzter Artikel noch. „Die Kapitulation vor der Vielfalt“, griffiger Titel, vermutlich der Beste den dieser Blog je gesehen hat. Ein Artikel über das Streben nach Erfahrungen und die rein wirtschaftliche Realität die einen davon abhält. Ich habe einfach kein Geld für den Genuss, für die Erfahrungen, zumindest nicht in dem Ausmaß in dem ich es mir wünschen würde. Ich bin ein Musterbeispiel der u30 Generation wie sie in den Privatsendern gerne gezeigt wird. Verschuldet, arbeitssuchend, zuviel Geld in Zigaretten investierend. Eine Mischung die grandiose Autoren hervorgebracht hat, vielleicht der einzige Trost, aber leider ebenso perspektivlos. Die Abkehr vom Genuss, von Schweinemedallions in Salbei-Thymian Kruste mit Erdbeersalsa, von 15 Jahre altem Glenlivet French Oak Reserve, von Gyokuro, von handgerösteten afrikanischen Kaffeebohnen, von Karamalmousse mit kandierten Birnen und Minze… hin zu Penny Dosentomaten und Hackfleisch aus der Kühltruhe. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich liebe Penny Dosentomaten und mache damit eine durch die Bank weg gelobte Pasta, aber es ist nicht dasselbe. Ja, so könnte es enden. Ich habe diesen Artikel im Kopf auch schon fertig. Am Ende steht ein Bild von mir, mit Einkaufswagen, unrasiert, in Schlabberklamotten mit dreckigen Schuhen. Glücklich halte ich den industriell gefertigten Scheibenkäse in die Höhe, ein Käse von dem sich niemand wirklich sicher ist ob irgendein Teil von ihm jemals aus einer Kuh kam, und unter dem Bild steht: „Die Grundzutaten für den Hawaii Toast. Scheibenkäse, Dosenananas und Toastbrot.“

Dieses Bild war grausam. Zu grausam. Und es hat mich im wahrsten Sinne des Wortes „reanimiert“. Es hat diesen Blog gerettet. Es hat irgendwie auch mich gerettet.

Ein Absatz Erkenntnis die jeder kennt

Worum geht es beim Genuss wirklich? Ist es das 5-Gänge Menü in einem teuren Berliner Szenerestaurant 18 Stockwerke über der Stadt mit Skylinepanorama? Ist es der handgepflückte Tee der den begeisterten Genießer sechzig, siebzig, oder hundert Euro für hundert Gramm kostet? Ist es vielleicht der in Eichenfässern gereifte Whiskey, das Kobe Beef, das Fruchtmousse aus griechischen Bergpfirsichen. Oder ist es der Kohlpudding meiner Mutter -gute 10 Portionen zum Preis von vielleicht gerade einmal 5 Euro? Die Antwort darauf ist vermutlich, alles. Nieren und Leber kosten mich heute ein Vermögen, waren aber früher einmal das Essen armer Leute. Was vor fünfzig Jahren für Unkraut gehalten wurde servieren heute Sterneköche.  Meine Mutter macht wirklich fantastischen Kohlpudding. Und ich mache, wie ich feststellen konnte, einen leidlich guten Hawaii-Toast. Noch nicht Michelin-Stern verdächtig, aber ausbaufähig. (Das Geheimnis -auf das ihr sicherlich auch ohne mich gekommen seid- ist im übrigen, dass man keinen industriell gefertigten Scheibenkäse benutzt sondern einen von den Nussigen die gleich nebendran liegen und auch nicht viel mehr kosten)

Vom wahren Genuß einen Blog zu schreiben

Genuß ist planbar. Wo der Tee eine Symphonie aus Geruch, Geschmack, Textur und Farbe ist, ist der Genuss an und für sich vermutlich eine Symphonie aus dem was man zubereitet, dem wie man es zubereitet und dem, mit wem man es teilt. Ist Genuss teuer? Verdammt nochmal ja, verdammt teuer. Aber glücklicherweise nicht immer, nicht in jedem Fall.

Die meisten die es bis hierhin geschafft haben zu lesen, werden wohl kaum neue Erkenntnisse gewonnen haben. Bestenfalls habt ihr einen kleinen Striptease gesehen, von mir. Aber geschrieben werden musste es, denn es begründet den Neustart dieses Blogs in eine Richtung die sich immer noch größtenteils, aber nicht mehr ausschließlich nur mit Tee beschäftigen wird. Es wird um Genuss gehen. Und vor allem darum wie man als 26 jähriger, verschuldeter, arbeitssuchender Zigaretten- und Genussjunkie einen Weg findet sich auszuleben. Ich habe die Hoffnung es wird konstant und kreativ. Und ich habe die Hoffnung ich kriege endlich diesen Artikel über die wunderbaren Herren von PureTea fertig der seit gefühlten 20 Jahren auf meinem Küchentisch liegt. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an die beiden und meine aufrichtige Entschuldigung. Aber dazu in einem späteren Artikel.

Fürs erste wünsche ich euch allen einen guten Start in die Herbstsaison. Gute Tees, entspannende Momente und vielleicht ja auch noch ein bisschen goldenen Herbst der an Spätsommer erinnern könnte.

euer Jan-G. Jochim


teeMesse – Japan Festival 2011 Berlin – Teil 2

Wenn man auf einem Japan Festival zu Gast ist, bedeutet das nicht zwangsläufig das man auf Samurai, Sushi, Sake und Sencha trifft. Den Hauptteil der Zeit weicht man Cosplayern aus, oder staunt über das endlose Angebot an Spielzeugfiguren, Plüschtieren und modischen Gothic-Lolita Gimmicks. Zwischendurch sieht man buntes Gewimmel vor mehreren Spielekonsolen und überhaupt, offenbar ist das traditionelle Japan inzwischen abgeschafft. Das neue Nippon erscheint bunt, laut und von Europäern mit Perücken und überdimensionalen Gummischwertern bevölkert.


 

16:00 Uhr: Liebe Teefreunde wenn ihr das hier lest sagt meiner Familie das ich sie liebe, ich glaube ich schaffe es nicht mehr. Ich befinde mich irgendwo zwischen Erdgeschoss und 2. Etage und habe die Orientierung schon seit einer halben Stunden völlig verloren. Der Go-Workshop an dem ich eben vorbei kam war allerdings interessant. Ich glaube ich versuche es nochmal Richtung Osten, eigentlich wollte ich doch nur in die 3. Etage, ins Loft. Aber alle Wege dorthin führen ins Nichts.

16:05 Uhr: Die Herren im Origami-Workshop waren komisch. Als ich mich durch Zufall in den Raum von ihnen verirrte fixierten mich 3 Männer sofort mit ihren Blicken und der eine fing promt an zu schreien: „Noch einer zum mitspielen! Setzen! Mitspielen! Na los!“ Aber meine Mutter hatte mich vor solchen Männern gewarnt und ich drehte um. Zumindest habe ich im 1. Stock Wasser und Nahrung gefunden. Die Sate-Spieße schmecken köstlich.

16:15 Uhr: Ich habe die Treppe gefunden die mich in den 3. Stock bringt. Unterwegs hänge ich gleich ein halbes Dutzend etwas übergewichtige Cosplayer ab die schnaufend auf der Treppe stehen. Ich muss mir dezent das Grinsen verkneifen und mag mich selbst nicht dafür so ein bisschen fies zu sein.

16:17 Uhr: SMS von Bert Boege (http://ziehzeit.blogspot.com/). Ich soll an Chasen schöne Grüße bestellen. Natürlich habe ich keine Ahnung was er meint. Aber ich kann eins und eins zusammen zählen und komme nur wenige Augenblicke später zum richtigen Ergebnis.

Nippon Festival 2011

Der 3.Stock der Urania entpuppt sich für mich als das kleine, schwer erreichbare Highlight des ganzen Festivals. Hier oben hat neben Chasen auch der japanische Tourismus und Technologie Bereich seine Zelte aufgeschlagen und es gibt neben traditioneller Kleidung und Töpferware auch Sake, Bonsai und natürlich Tee, von Chasen, einem Berliner Teeversandhandel.

16:21 Uhr: Grüße ausgerichtet und einen wunderbaren Sencha Bergtee in den Händen haltend genieße ich. Was Frau Bettina Wohlleben hier aufgebaut hat und was sie auch verkörpert ist wirklich ein Stückchen des Japan, welches ich im Kopf hatte als ich auf dem Festival ankam. Frau Wohlleben bietet in einem kleinen Teeausschank ein paar wunderbare Teesorten an. Der Sencha Bergtee hat es mir allerdings ohne Zweifel am meisten angetan. Wirklich so, so sollte ein Sencha schmecken. Ich habe ein Foto von dem Sencha gemacht, nur um den Moment festzuhalten. Das Foto wird dem Geschmack oder der Farbe dieses Tees natürlich nicht im geringsten gerecht.

Chasen

Was mir besonders gut gefällt. Frau Wohlleben nimmt sich Zeit für ihren Tee. Mit einer Seelenruhe die einfach höchst beneidenswert ist wenn sich am Stand ständig mindestens ein Dutzend Leute tummeln, gießt sie Wasser aus schönen Schalen auf den Tee und serviert ihn mit einem herzlichen, aber charmant zurückhaltenden Lächeln.

Neben mir trinken zwei junge Frauen Sake aus hübschen, kleinen Keramik-Pinnchen, nebenbei beäugen sie das Sortiment an hübschem Teezubehör das Chasen hier präsentiert. In einer Sitzecke im japanischen Stil entspannt sich ein junges Pärchen und schlürft ebenfalls eine Tasse Tee von Frau Wohlleben. Das erste Mal, seit über einer Stunde, kreischt es nirgends. Niemand rennt. Keiner schreit. Dabei ist es nicht leise, nein, das Gewirr von Stimmen summt weiter, aber, hier zwischen dem Teestand, dem Sakestand und dem Stand für Keramik aus der japanischen Provinz kommt man trotzdem zur Ruhe. Ich für meinen Teil bilde mir gerade sehr gerne ein, dass es am Tee liegt.

16:30 Uhr: Mein Besuch auf dem Japan Festival geht zu Ende. Ich kam wegen des Tees und diesen habe ich gefunden und genossen. Durch den Teeversand Chasen habe ich mich denn auch irgendwie mit dem Japan Festival versöhnen können, das ich über weite Strecken einfach als eine Cosplay Convention empfunden habe. Aber Midori und Chasen hatten bei diesem Festival gute Tees im Angebot und haben den Tee so charmant, freundlich und fachlich präsentiert das ich hier nur Lob aussprechen kann.

Ich würde mir mehr Gelegenheiten wünschen, für Teefreunde, Einsteiger, Profis und Interessierte, Tee zu erleben, zu probieren und zu genießen.

 

Die Fakten:

  • Spezialisiert auf -Japan- Tee und Teeartikel

 

Bis bald liebe Teefreunde.



teeMesse – Japan Festival 2011 Berlin – Teil 1

Zugegeben, das Prädikat „teeMesse“ verdient das Japan Festival 2011 eigentlich nicht. Zwei kleine, aber feine TeeAnbieter boten ihr Sortiment dem interessierten Festivalbesucher an. Natürlich waren es Japan Tees. Ansonsten war das Japan Festival 2011 ein erfrischender, manchmal etwas verstörender Rückblick auf meine Jugend, die auch viel mit Anime, Mangas und „Cosplay“ zutun hatte. Hier ein Bericht.

14:58 Uhr: Einlass an der Urania. Vor dem „Convention Center“, aka hässlicher, rot angelaufener 60er Jahre Legobau, tummeln sich die Gäste. An der Kasse hängt ein Schild: „Ab 15 Uhr Eintrittsermäßigung“. Ich bin dran.

14:59 Uhr: Könnte klappen denk ich mir, trete vor, 10 Euro, verdammt! Aber gut, drin ist drin und dafür ist die Garderobe umsonst. Hervorragend. Jetzt muss ich bei diesem ganzen Gewimmel nur noch die hoffentlich zahlreich vertretenen Teestände finden die…

An mir läuft eine Dame, Mitte 50, mit ihrer Tochter, Mitte 30 und deren Tochter, Mitte 10 vorbei. Alle tragen verschiedenfarbige Neonperücken und Kimonos. Mir schwant nichts gutes. Ich verliere den Faden und gebe erstmal meine Jacke, den Schal und die Mütze ab und wende mich gelassen den ersten Stä…

15:04 Uhr: Ich drehe um. Lächle der sowieso schon völlig entnervten Garderobiere nett zu und bitte sie mir doch kurz meine Jacke wiederzugeben damit ich meine Zigaretten, mein Portmonai und mein Handy an mich nehmen kann. Sie schnaubt, macht es aber. Neben mir fängt ein Mädchen in einem langen weißen Kleid mit jeder Menge Rüschen, Schleifen und Accessoires die verdächtig nach Lametta aussehen an zu schreien. Ein Junge mit einem Schwert das zweimal so groß ist wie er selbst rennt auf sie zu. Kurz vor ihr angekommen schmeißt er das Schwert weg, springt das Mädchen an und vergräbt seine Zähne offenbar in ihrem Hals. Anwesende Freunde lachen. Mädchen kichert. Junge schmatzt. Ich seufzte. Jugenderinnerungen… sie werden mit jedem Jahr mit dem man sich von ihnen entfernt irgendwie peinlicher.

15:10 Uhr: Ich mache mich auf, meinen ersten Teestand zu suchen. Ist ja schließlich ein Japan Festival, wer denkt da nicht zu aller erst an Gyokuro, Sencha, Genmaicha, okay, okay ich gebe zu vielleicht ist es nicht der sofortige erste Gedanke.  Jedenfalls sticht mir sofort ein kleiner Stand ins Auge. Ich sehe einen kleinen Aufsteller mit ein paar asiatisch anmutenden Teetüten. Um das kurz aufzuklären. Es gibt eine Art grundverschiedene Auffassung Tee zu verpacken zwischen Europäern und Asiaten. Irgendwann müssen sich Europäer gedacht haben, es wäre ganz hübsch kleine Beutelchen zum verpacken zu benutzten. Diese Beutelchen sind immer in hübschen Farben, haben auf der Vorderseite ein Etikett und werden oben mit einem „Ding“ verschlossen. Dieses „Ding“ heißt im übrigen „Teetüten-Clip“ oder auch „Verschlussstreifen“. Sie sehen, dieser Blog hat auch noch einen Bildungsauftrag.

Die Asiaten jedenfalls sind irgendwie weiter als die Europäer. Sie benutzen luftdicht verschlossene Aromaschutztüten. Die sehen im Grunde genommen aus wie die Tüten die sie auch von Maggi und Knorr für ihre absolut gesunden, mit allen Vitaminen und Ballaststoffen angereicherten Pulversuppen bekommen. Der Vorteil dieser Teetüten liegt auf der Hand. Ja, der Aromaschutz, sie haben recht, großartig! Aber ich meine etwas anderes, ich denke an die Platzersparnis. Diese asiatischen Teetüten sind irgendwie immer besser zu verräumen als die europäischen. Aber ich schweife ab, wo war ich?

Ahja, Midori tee!

Aufsteller auf dem Japan Festival 2011 in Berlin

15:15 Uhr: Ich bin keine 10 Meter gelaufen da sehe ich tatsächlich Tee. Ein Stand, ein Aufsteller, ein paar Teesorten, Teezubehör, Teeverkäuferinnen und Verkäufer, Grüner Tee in weißen Pappbechern. Freude überkommt mich. Ich studiere erst einmal die ausgestellten Teesorten. Und ich wundere mich. Sencha, ist ja klar. Matcha, von Aiya, ach wie schön der Thomas wird sich freuen. Aber dann lese ich „Blend“, denke mir: „Hä?“ und lese weiter „Genmaicha mit Matcha“. Verrückt! Noch nie gesehen. Wieso mixt man Grüntee mit Grüntee? Ich muss lächeln und versinke kurz in einem Tagtraum in dem ich zu einem 500 Gramm Steak ein 450 Gramm Steak als Garnitur für oben drauf bestelle. Egal, zurück zum Tee Jan. Ich frage den Verkäufer. Dieser sagt mir, es ist hauptsächlich für die Farbe. Der Genmaicha nimmt eine leuchtend grüne Tassenfarbe an wenn er mit Matcha gemischt wird. Macht Sinn! Und das Auge trinkt ja mit.

15:25 Uhr: Ein schöner Stand von Midori. Klein aber fein. Und die Teeauswahl ist es ebenso. Vieles eher im oberen Preissegment. Ich bestelle einen Grüntee. „Instant“, wie mir der Verkäufer erklärt als ich ihn nach der Sorte frage. Soll mir recht sein. Und der Tee schmeckt, instant oder nicht, sehr gut. Ich beginne einen kurzen Plausch, was nicht sehr einfach ist denn der Stand ist offenbar beliebt und ich werde munter mit meinem Tee in der Hand hin und her geschoben. Der Verkäufer fragt: „Trinken sie öfters Tee?“. Ich denke mir: „ÖFTERS? Ich trinke soviel Tee in einem Monat wie alle anwesenden Cosplayer auf dieser Messe zusammen in einem Jahr!“. Ich sage: „Ja, des öfteren.“ und grinse. Außerdem frage ich noch ob ich ein paar Fotos vom Stand machen darf um sie auf meinem Blog zu veröffentlichen. Die dazugekommene Verkäuferin guckt ein bisschen skeptisch. Ich entscheide mich für eine kleine Taktik, verweise auf den Matcha von Aiya der bei Midori Tee im Programm ist und erwähne kurz das Herr Groemer von Aiya sich sicherlich freuen würde wenn er wüsste das Aiya Tee auf der Messe vertreten war. (An dieser Stelle also, danke Thomas 😉 ) Das Midori Team ist einverstanden und ich knipse ein paar Schnappschüsse mit meiner Handykamera.

15:35 Uhr: Es wird Zeit sich noch ein bisschen was anzusehen, ich bin ja bisher nicht einmal aus dem Eingangsbereich heraus gekommen. Vom Midori Team weiß ich, es gibt noch mindestens einen weiteren Stand mit Tee auf dem Festival. Ich habe keine Ahnung wie er heißt, aber er soll im 3. Stock sein. Midori jedenfalls war schon ein wunderbarer Einstieg. Ich kaufe mir bei Midori noch eine Grünteeschokolade und lasse ihnen die Adresse von meinem Block und den Namen der Teefreunde Gruppe auf Facebook da. Ein bisschen Werbung muss einfach sein. Als kleines Geschenk bekomme ich noch ein bisschen Grünteeschokolade auf die Hand. Herrlich! 🙂

***

Es geht weiter im zweiten Teil des Festival Berichts, am Sonntag. Dann mit einem Berliner Teeunternehmen, einem himmlischen Sencha, hübschen Bonsai, mehr Cosplay Kurzgeschichten und natürlich mit noch mehr Tee!


Die Fakten:

Midori T. – Ein hübscher Internet Teeshop mit dem Augenmerk auf Japan Tees, darüber hinaus mit Teezubehör, einer Ecke für Naschkatzen und Kater, Lifestyle und Räucherwerk. Für Neulinge bietet Midori T. günstige Tee Probiersets an. Einfach mal reinschauen unter:

http://www.midoritee.de/


teeReview – Arya Diamond

Manchmal kommt man in den Genuß, eines ganz besonderen Tees. Das sind rare Momente, die Ausnahmen im Tee-Alltag. Mir schmeckt mein Alltags-Schwarztee hervorragend. Und auch mein Alltags-Grün- und Oolong Tee. Alltagstee heißt ja nicht zwangsläufig man hält sich die Nase zu, verzieht das Gesicht, schüttet das Zeug wie einen gammligen Tequila die Kehle runter und betet danach 3 Mal zum Ehrwürdigen Koffein, auf dass es seine Wirkung nicht verfehlen möge. Alltagstee ist…

Aber nein, genug davon, es geht hier ja gar nicht um den Alltagstee. Es geht um einen Festtagstee, wenn man mal in den ungefähren Begrifflichkeiten bleiben möchte. Es geht um Tee der Spitzenklasse. Sozusagen der Wochenend-Porsche unter den Tees und unter der Woche fährt der Papa einen Ford Focus.

Schon vor einiger Zeit kam ich in den Genuss einige Tees des Unternehmens „Arya“ verkosten zu dürfen. Der Kontakt entstand, wie so oft in letzter Zeit, über die Sozialen Netzwerke. Arya ist ein Unternehmen das 1885 gegründet wurde, die Teegärten für diese exzellenten Darjeeling Tees voller Charakter und Lebensfreude liegen in 900 bis 1820 Metern Höhe. Arya produziert dabei jährlich sowohl Schwarz-, Grün-, Weiß-, wie auch Oolongtee. In Deutschland ist die Firma Arya bisher kaum vertreten.

Umso schöner finde ich, dass sich ein Teehändler unseres Vertrauens diesem „Problem“ jetzt angenommen hat. Torsten Sukrow von TEA & TEA erkennt einen guten Tee wenn er ihm über den Weg läuft. Und da man bei TEA & TEA bekanntlich keine halben Sachen macht war es eben auch kein Alltagstee der in das Sortiment einzog, es war das Juwel der Arya Sammlung. Der Darjeeling Diamond.

Arya Diamond

Arya Diamond

Der Arya Diamond ist eine limitierte Teespezialität die mit einem Blatt und einer Knospe geerntet wird. Er fällt in die Kategorie der neuen „Juwelen-Range“ Sorten, eine neue, besonders hochwertige Pflanzung.

Empfehlung:

Dieser Tee ist rund und für Liebhaber von feinstem Darjeeling ein Kauf den man nicht scheuen sollte. Die Blattstruktur mit den großen Blättern, die schokoladenbraune Farbe mit hellen, schimmernden Knospen, das ist Teekunst. Der Duft ist kräftig, floral, süßlich, mit einer leicht nussigen Note. Ein Tee der schon im Duft zum verweilen einläd und der die Uhren langsamer schlagen lässt. Der Aufguss ist golden und erinnert in der Farbe an dunklen Honig. Der Geschmack wiederum ist genau das was man im Duft schon erwarten konnte. Spritzig, fruchtig, aber hier kommen die nussigen Noten richtig zum tragen und erden den ansonsten eher verspielt, jung schmeckenden Tee auf angenehme Weise.

Arya Diamond

Die Fakten:

  • Verkäufer:         TEA & TEA (Teeversand)
  • Name:                   Arya ‚Diamond‘ DJ-90 – Chunky Tips
  • Preis:                     100g à  28,40 Euro

Bestellen Sie diesen Tee unter:

http://www.tea-and-tea.de/schwarzer-tee/darjeeling_s/diamond_arya.php

Nähere Infos zu Arya Tea Estate unter:

http://www.monkdarjeelingtea.in/


TEA & TEA – inTEAnet Teeversand

Die Philosophie im inTEAnet

Der Teeladen um die Ecke ist nicht tot, beruhigen sie sich, es geht ihm gut. Ein Tee Online Shop ist nicht der Angriff auf ein alt bewährtes Konzept. Es ist nicht der Untergang von Kundenkontakt und Atmosphäre. Beides werden sie im Online Shop zwar nur bedingt finden, aber sie kaufen nicht in einem Online Shop weil es so atmosphärisch ist. Es ist praktisch, es ist schnell, es ist bequem. Ihr Teeladen bietet ihnen Erlebnisshopping zum sehen, riechen und anfassen. Ihr Teeversand bietet ihnen Tee und Teeprodukte, nicht weniger. Und doch – ansprechend gestaltete Websiten, wunderschöne Bilder von Tee und Produkten, lesenswerte, weil auch liebevoll durchdachte Produktbeschreibungen, auch das macht einen Internet Teeversand aus und führt dazu das ein intensives Erleben, vor allem aber eine große Vorfreude auf den Tee entsteht. Sie müssen entscheiden was sie gerade brauchen. Ein Erlebnis und einen Fachverkäufer, oder einfach nur guten Tee!

Der Mensch

In jedem kleinen Unternehmen spiegelt sich deutlich auch sein Inhaber wieder. Ein Kaffeetrinker mit einem Teegeschäft wäre demnach unschwer zu erkennen. Es geht um Enthusiasmus und Liebe zum Produkt. Es geht um Wissen und Erfahrung über und mit dem Produkt. Es geht um die Bereitschaft einem Produkt sein (Arbeits-)Leben zu widmen, mit immer währender Neugier und einem unerschöpflichen Interesse.

Führt man all dies zusammen so erhält man einen Unternehmer der nicht nur von seinem Produkt überzeugt ist, sondern ihnen auch kein minderwertiges Produkt verkaufen könnte. Erstens, weil er keine minderwertige Ware auf Lager hätte und zweitens, weil es ihn verrückt machen würde sein Produkt, seine Liebe und seinen Enthusiasmus zu verraten. Suchen sie Unternehmer eines solchen Schlages und sie werden nie wieder schlechten Tee trinken. Und wenn sie schon dabei sind, fangen sie ruhigen Gewissens bei Herrn Sukrow und TEA & TEA an.

Der Teeversand

TEA & TEA richtet sich bewusst nicht an die Fans von Aromatees und Geschmacksbomben. Der Shop bietet bis auf zwei Ausnahmen nur hochwertige, pure Teesorten an. Das sind -um im Thema zu bleiben- filigrane, geschmacklich komplexe Geschmackspräsente. Inhaber Torsten Sukrow wählt die Tees selber aus und beweist damit auch seine jahrelange Erfahrung mit dem Thema Tee. Mit „hochwertig“ ist in diesem Zusammenhang übrigens folgendes gemeint.

  • im verschweißten Aromaschutzbeutel verpackt
  • eine klare, ungebrochene Blattstruktur die sie in vielen Teeläden in diesem Lande noch nicht gesehen haben (versprochen!)
  • eine Qualität die hohen Ansprüchen ohne weiteres gerecht wird.

Herr Sukrow legt wert auf Qualität. Aber welcher Unternehmer der sein Produkt liebt tut das nicht. Bei TEA & TEA schlägt sich diese Qualitätsliebe aber auch in nachvollziehbaren Konsequenzen nieder. Sie finden bei TEA & TEA nicht die 300 Sorten Teeauswahl. Dafür finden sie ein überschaubares, persönlich ausgewähltes Sortiment mit einer ansprechend Mischung aus hochwertigen Alltagstees und wahren Schätzen der Teekunst.

Darüber hinaus finden sie bei TEA & TEA auch viele Produkte rund um das Thema Tee. Zubehör, Geschenksets, Genussmittel für Naschkatzen- und kater, sowie Tee Musik. Und auch ein Blick in den TEA & TEA Blog kann keinem Kunden schaden. Hier findet man wissenswertes und interessantes rund um das Thema Tee. An dieser Stelle seien die Matcha-Ingwer Plätzchen erwähnt. Ich möchte gar nicht viel dazu sagen, jedes unnötige Wort wäre schon zuviel, ich belasse es bei einem: „Lecker!“

Ein paar abschließende Worte?

Ich bin ganz ehrlich, ich mochte keine Tee Shops im Internet. Und sicherlich ist nicht jeder Tee Online Shop ein guter Shop. Aber, es gibt sie. Und TEA & TEA hat mich mit seinem Tee überzeugt. Und noch eine Erkenntnis bleibt. Ihr Teeladen kann sie mit einem wunderschönen Ambiente beeindrucken, einem hervorragenden Service mit freundlichen Fachverkäufern, oder mit einem gemütlichen Teeausschank.

Der Tee Shop im Internet hat nur ein Aushängeschild, seinen Tee! Das ist ein Vor- und ein Nachteil. TEA & TEA hat es jedenfalls verstanden und besticht mit seinem Produkt, nicht mehr. Teekenner werden es zu schätzen wissen.

Die Fakten

TEA & TEA: www.tea-and-tea.de

TEA & TEA Blog: http://tea-and-tea.de/blog/

Inhaber: Torsten Sukrow

Angebot: schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee, Oolong, TeeZubehör